Info-Veranstaltung Städtebauliche Erneuerungsmaßnahme Ortsmitte Dischingen

Am 14.05.2019 veranstaltete die Gemeinde Dischingen anlässlich des Tags der Städtebauförderung 2019 zusammen mit dem beauftragten Beratungsbüro, der Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH aus Stuttgart eine Informationsveranstaltung. Im fast voll besetzten Anbau der Egauhalle

erhielten die betroffenen Grundstücks- bzw. Wohnungsbesitzer und Interessierte Informationen über die Durchführung des Verfahrens aus erster Hand.

 

Ein wesentlicher Bestandteil des Erneuerungskonzeptes der Gemeinde Dischingen ist die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in der Ortsmitte durch die nachhaltige Erneuerung und energetische Ertüchtigung von Gebäuden im Bestand bzw. durch die Neuordnung von Grundstücken. Nach seiner Begrüßung erläuterte Bürgermeister Alfons Jakl die Vorgeschichte der Antragstellung. Dann stellte Herr Wolfgang Mielitz von der Landsiedlung die Möglichkeiten und Voraussetzungen für eine Förderung privater Erneuerungsmaßnahmen vor. So können grundsätzlich nur Erneuerungsvorhaben gefördert werden, die im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet „Ortsmitte“ liegen und für deren Durchführung vor Maßnahmenbeginn zwischen Eigentümer und Gemeinde eine „Modernisierungsvereinbarung“ geschlossen wurde.

 

Weiter muss das geplante Vorhaben im Einklang stehen mit den Entwicklungs- und Erneuerungszielen der Gemeinde Dischingen. Die geplante Maßnahme muss den Tatbestand einer umfassenden und nachhaltigen Erneuerung erfüllen – d. h. das Vorhaben muss geeignet sein, umfassend alle wesentlichen Mängel und Missstände des Gebäudes zu beseitigen und den Gebrauchswert des Gebäudes nachhaltig zu erhöhen. Grundsätzlich nicht förderfähig sind punktuelle Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sowie turnusmäßige Unterhaltungsarbeiten und Renovierungen. Anhand von verschiedenen Beispielen verdeutlichte Herr Mielitz die sich nun bietenden Chancen.

 

Förderfähig sind Haustechnische Verbesserungen wie z. B. die Modernisierung der Sanitär- und Elektroinstallationen, Einbau oder Erneuerung von zentralen Heizungsanlagen bzw. Wohntechnische Verbesserungen wie z. B. die Verbesserung der Wohnungsgrundrisse, Schaffung von Wohnungsabschlüssen, Verbesserung der Belichtung und Belüftung und/oder Bautechnische Verbesserungen wie z. B. Maßnahmen zur Verbesserung des Energiehaushaltes und des Wärmeschutzes wie Erneuerung und Isolierung der Fassade, Erneuerung und Isolierung des Daches, Einbau neuer Fenster. Auch Abbruchmaßnahmen sind förderwürdig, wenn anschließend neue Bausubstanz geschaffen wird. Allerdings werden aktuell Neubauten in der Sanierung nicht gefördert.

 

Aus diesen Gründen hat frühzeitig vor Maßnahmenbeginn eine Abstimmung des Vorhabens mit der Gemeindeverwaltung bzw. der Landsiedlung zu erfolgen. Ergänzend in die Überlegungen zur Finanzierung eines Erneuerungsvorhabens mit einzubeziehen ist neben der Möglichkeit einer direkten Förderung (Bezuschussung) auch die Möglichkeit einer erhöhten steuerlichen Abschreibung derjenigen Modernisierungsaufwendungen, die nicht durch den Sanierungszuschuss abgedeckt sind.

 

Diverse Nachfragen zeigten das Interesse der Anwesenden. Wesentlicher Erfolgsfaktor für die Sanierung ist die Mitwirkung der Beteiligten. Deshalb forderten sowohl Bürgermeister Alfons Jakl in seinem Schlusswort als auch Wolfgang Mielitz die Bürgerinnen und Bürger in Dischingen auf, sich am Sanierungsverfahren zu beteiligen und die sich nun bietende Chance zu nutzen.

 

 

Zurück