Radtour mit MdL Andreas Stoch und Bürgermeister Alfons Jakl

Andreas Stoch ist seit 2009 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg und war von 2013 bis 2016 Kultusminister. Er ist Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und zudem Landesvorsitzender der SPD Baden-Württemberg.
Alfons Jakl ist neben seiner Tätigkeit als Dischinger Bürgermeister u. a. auch Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Egau und Vorsitzender des Zweckverbandes Wasserversorgung Egaugruppe Dischingen.

Am Samstag, 29.06.2019 begrüßte Anton Scherer um 14 Uhr neben MDL Stoch und BM Jakl die trotz der großen Hitze zahlreich erschienenen Teilnehmer an der Egauhalle.  Stoch war schon 2015 als Kultusminister mit dem FWB im Rahmen des Kinderferienprogramms auf einer herrlichen Radtour entlang der Dischinger Gemarkungsgrenzen unterwegs. Er freute sich auf die neue Etappe durch das schöne Egautal und so startete man zügig zum Biberdamm am Seeweg.

Alfons Jakl informierte hier umfassend über die Biberproblematik. Biberfamilien, die auf der Dischinger Gemarkung bereits an sehr vielen Gewässern sesshaft geworden sind, machen nicht nur den Landwirten das Arbeitsleben schwer. So mancher Bürger musste schon den Verlust von Obstbäumen hinnehmen und so manch landwirtschaftliches Gelände kann nicht mehr richtig bewirtschaftet werden. Nachdem in den letzten Jahren das Gelände flussaufwärts des Biberbaus am Seeweg zeitweise bis direkt an die Straße überschwemmt wurde, stellte er die Maßnahmen zur Wasserstandsregulierung vor. Er informierte über die Problematik mit Gewässerrandstreifen und über zwischenzeitlich zulässige Rückbaumöglichkeiten von Staudämmen bei entsprechender Gefahrenlage.

Kaum ein Durchkommen gab es auf der Weiterfahrt für die Gruppe. Grund war die Vielzahl an campenden und badenden Besuchern des Festivals „Rock am Härtsfeldsee“. Übrigens ein Highlight auf unserer Tour, nicht zuletzt durch die aufschlussreiche Führung von Holger Mack und Ralf Eberhardt. Vor der Bühne und Backstage erhielten wir Einblick in ein großes und weitverzweigt funktionierendes Netzwerk. Hier muss jeder Handgriff sitzen, jeder Ablauf strengt vorausgeplant und getaktet werden und das alles ist nur möglich und finanzierbar durch die große Zahl rein ehrenamtlich Tätiger aus der Gemeinschaft und dem Umfeld des Vereins Jugend Dischingen e. V. Bekannte Stars und Bands stehen und standen hier schon auf der Bühne. Stoch war hier auch schon als Festivalgast und feierte damals den Auftritt von Alice Cooper. 

Der Kiosk am Härtsfeldsee war die nächste Station. Nach Informationen über den Härtsfeldsee stellte Jakl die geplante Umbaumaßnahme für den Kiosk vor. Hier haben Gäste bisher nur Sitzplätze im Freien. Durch einen Umbau wird nun ein Gastraum für bis zu 60 Personen geschaffen und die Funktionsräume umfassend modernisiert und vergrößert. Eigentlich sollte der Umbau schon lange laufen, es ergaben sich aber immer wieder Hindernisse und Schwierigkeiten mit diversen Behörden und Referaten, die nun aber alle gelöst werden konnten.

Mehrere Rückhaltebecken schützen Iggenhausen, Dischingen und Ballmertshofen vor Hochwasser. Das Rückhaltebecken im Tiefen Tal bei Iggenhausen kann Wassermassen bis zum 7-fachen der Staumenge des Härtsfeldsees aufstauen. Am Staudamm des Rückhaltebeckens stellte Jakl die Maßnahmen zur Dammsanierung an. Auch hier gilt es einige Hürden zu überwinden, bevor die Baumaßnahme umgesetzt werden kann.

Mit kalten Erfrischungsgetränken, heißem Kaffee und köstlichem Kuchen wurde die Gruppe im Rahmen einer Führung durch den Lehrbienenstand an den Steinbrüchen des ehemaligen Kalkwerks verköstigt. Der Lehrbienenstand wird vom Bezirksbienenzüchterverein Neresheim/Härtsfeld e.V. betrieben. Manfred Kornmann, der 1. Vorsitzende des Vereins stellte in einem hervorragenden Vortrag den Verein und detaillierte Informationen rund um Honig- und Wildbienen vor. Die Gruppe diskutierte mit ihm, Stoch und Jakl über die derzeitige Bienenproblematik im Zusammenhang mit Landwirtschaft, Großindustrie und Lobbyismus sowie über diverse Ansätze für Lösungsmöglichkeiten.

Stoch freute sich immer wieder an der herrlichen Landschaft und forderte schlussendlich, dass Dischingens Bürger den Slogan verdient hätten: „Dischingen – leben, wo andere Urlaub machen!“

 

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